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Ein relativistisches Christentum? Vortrag mit Prof. Dr. Vattimo

Hinweis: Die Veranstaltung fällt leider aus!

Das zwanzigste Jahrhundert hat Gott zu Grabe getragen. Aber es musste am Ende die Erfahrung machen, dass vernünftiges Denken allein nicht die Lücke füllen konnte, die er hinterlassen hatte. Und als sich an der Wende zu einem neuen Jahrtausend der Zwang lockerte, in strengen Systemen zu denken, bot sich dem Christentum eine neue Gelegenheit, nach Gott zu fragen. Gibt es eine Welt ohne eine Instanz jenseits der irdischen Wirklichkeit? Will man, gläubig oder nicht, in einer Gesellschaft leben, die sich von ihren christlichen Grundlagen verabschiedet?

"Das aber bedeutet im Lichte unserer postmodernen Erfahrung: Eben weil Gott als letztes Fundament, und das heißt als absolute metaphysische Struktur des Wirklichen, nicht mehr vertretbar ist, eben deshalb ist es von Neuem möglich, an Gott zu glauben.
Allerdings nicht an den Gott der Metaphysik und der mittelalterlichen Scholastik , der jedenfalls nicht der Gott der Bibel ist.“
(Vattimo, Jenseits des Christentums, 2004)

Veröffentlichungen von Prof. Dr. Vattimo (Auswahl):

Das Ende der Moderne (Reclam, 1990)
Nietzsche: Eine Einführung (Metzler, 1992)
Kurze Geschichte der Philosophie im
20. Jahrhundert (Herder, 2002)
Abschied: Theologie, Metaphysik und die Philosophie heute (Turia + Kant, 2003)
Jenseits des Christentums (Hanser, 2004)
Die Zukunft der Religion (Suhrkamp, 2006)

Referent: Prof. Dr. Gianni Vattimo, Professor für theoretische Philosophie an der Universität Turin (I). Er ist bekannt für seine kritische Auseinandersetzung mit dem Christentum, seine Nietzsche-Interpretationen sowie die hermeneutische Theorie des „schwachen Denkens“. Vattimo ist Mitherausgeber der Zeitung La Stampa und er war Abgeordneter des Europäischen Parlamentes.

In Kooperation mit der Filosofia-Italiana-Stiftung, Oldenburg


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