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Dienstag, 20. Oktober 2015

Spinoza und seine ‚Nichtreligiöse Religion'

Vortrag

St. Lamberti-Kirche, Markt 17, Oldenburg
Beginn: 19.30 Uhr
Flyer zur Veranstaltungsreihe mit allen Terminen (pdf)

„Alle unsere heutigen Philosophen sehen – vielleicht oft, ohne es zu wissen – durch die Brillen, die Spinoza geschliffen hat", sagte Heinrich Heine über den niederländischen Philosophen. Mit einem Vortrag über den streitbaren Bibelkritiker Spinoza findet daher die Veranstaltungsreihe „Religion und Philosophie in Deutschland. Porträts von Luther bis Heine" nach der Sommerpause ihre logische Fortsetzung. Wieder setzen sich renommierte Geisteswissenschaftler_innen und Autoren mit der politischen und geistigen Dynamik der Reformation und deren Folgen auseinander. Mit seinem Vortrag zu Spinoza (1632 - 1677) analysiert der niederländische Theologe Prof. Dr. Rinse H. Reeling Brouwer die Konstruktion eines nicht-theistischen Gottesbegriffs, wie Spinoza ihn im ersten Teil seiner Schrift „Ethik" darlegt. Dabei skizziert Reeling Brouwer die Anziehungskraft Spinozas für diejenigen Dichter_innen und Denker_innen, die auf der Suche nach einer Alternative zum Gott der üblichen Religionen sind. Zuletzt will Reeling Brouwer Spinozas praktisch-vernünftige Theorie der Religion und der Religionen im Theologisch-Politischen Traktat darstellen.

Spinoza gilt als einer der radikalsten Philosophen der frühen Neuzeit und musste für seine Ansichten in Kauf nehmen, aus der portugiesischen Synode in Amsterdam verbannt zu werden. Seine Gleichsetzung von Gott und der Natur entsetzte die Geistlichkeit seiner Zeit. Erst viel später fand er mit seiner Sichtweise Anklang bei Multiplikatoren wie Herder, Lessing oder Goethe.

In Kooperation mit der Karl Jaspers-Gesellschaft e.V.; dem Projekt „Freiheitsraum Reformation" der Carl von Ossietzky Universität und der St. Lamberti-Kirche Oldenburg

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