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Mittwoch 30. Mai 2018

Bangemachen gilt nicht

Mai-30 Tagung - Fotoquelle Thinkstock by Getty-Images   Tagung

Fotoquelle Thinkstock by Getty-Images

Lambertus-Saal, St. Lamberti-Kirche, Markt 17, Oldenburg
Beginn: 10.00 Uhr
Ende: 19.30 Uhr

Die „Bangemachen gilt nicht"-Reihe endet morgen mit einer Poetry Slam Gala.
Veranstaltungsplakat  (pdf)

Die aktuelle mediale, politische, kulturelle und alltagsweltliche Behandlung von Flucht und Migration in Europa ist deutlich von einer Bereitschaft zu Denk- und Handlungsweisen geprägt, die auf rassistisch oder auch „humankapitalistisch" ausschließende Deutungs- und Urteilsmuster Bezug nehmen, von diesen vermittelt sind und verstärkt werden können.

Im öffentlichen Gespräch beobachten wir hier eine zunehmende Verunsicherung und unangebrachte Defensive von Intellektuellen und Funktionsträger*innen in unterschiedlichen gesellschaftlichen Bereichen. Auch in kirchlichen Diskursen besteht die Gefahr einer Dethematisierung und Relativierung der aus dem Evangelium abzuleitenden Parteinahme für präkarisierte und/oder marginalisierte Menschen(gruppen).

Weniger das Gefühl der Angst, sondern die mittlerweile vielgestaltigen Angstdiskurse und die subtile diskursive Erzeugung weiterer Ängste sowie die Frage, wie eine für humane und gerechtere Verhältnisse eintretende Perspektive und Praxis beschaffen ist und sein könnte, stehen im Zentrum der Veranstaltung.

Die Tagung fragt danach, wie dominanzkulturelle Diskurslogiken unsere Gefühlswelten, Denkweisen und Handlungsformen subtil, latent und manifest prägen können und was dagegen politisch, philosophisch, aber auch pädagogisch getan werden kann.

Mit der Kraft der historischen und systematischen Analyse und mit einem konfliktfreudigen Austausch erhoffen wir uns neue Einsichten und zusätzliche Ermutigungen, u. a. durch renommierte Intellektuelle, die auch Zeuginnen einer anderen Zeit sind, die Fruchtbarmachung interdisziplinärer Perspektiven sowie Referent*innen aus internationalem Kontext (Ungarn, Österreich, Deutschland).

Referent*innen:

Mai-29 Ágnes Heller - Foto Arild Vågen   Foto Arild Vågen

- Prof. Dr. Ágnes Heller, Philosophin, Budapest

Mai-29 Frigga Haug

- Prof. Dr. Frigga Haug, Soziologin, Philosophin, Esslingen
- Prof. Dr. Paul Mecheril, Institut für Pädagogik, Carl von Ossietzky Universität Oldenburg
- Prof. Dr. Reinhard Schulz, Philosoph, Oldenburg
- Prof. Dr. Tilo Wesche, Institut für Philosophie, Carl von Ossietzky Universität Oldenburg

Zeitplan:
10.00 – Eröffnung
10.15 - Impulsvortrag: Prof. Dr. Ágnes Heller – Angst und Politik
11.00 - Kommentar: Prof. Dr. Reinhard Schulz, Diskussion
11.45 - Kaffeepause
12.15 - Impulsvortrag: Prof. Dr. Tilo Wesche – Angst und Freiheit
13.00 - Kommentar: Prof. Dr. Paul Mecheril, Diskussion
13.45 - Mittagessen
14.45 - Impulsvortrag: Prof. Dr. Frigga Haug – Angst und
                Erinnerung(sarbeit)
15.30 - Kommentar: Prof. Dr. Paul Mecheril, Diskussion
16.15 - Gruppen-Debatten und Gespräch: Referent*innen und
                Teilnehmer*innen
18.00 - Podium: Referent*innen und Kommentator*innen - Und Jetzt?

Kosten: 35,- / Studierende frei (inkl. Imbiss)

Anmeldeschluss: Mittwoch, 16. Mai 2018
Anmeldung unter: akademie@kirche-oldenburg.de oder 0441/7701 431

Kooperation:
- Amt für Zuwanderung und Integration, Stadt Oldenburg
- Edith-Russ-Haus für Medienkunst; Oldenburg
- Theater Wrede+, Oldenburg
- Institut für Philosophie und das Center for Migration, Education and Cultural Studies, Carl von Ossietzky Universität Oldenburg

Kontaktaufnahme



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