Inhalt Rechts

Rechte optische Spalte

Inhalt Mitte

Hauptinhalt

.

Suchbilder, Zeugnisse einer Fixierung, Familienpornographie?

Autobiographische Texte/Filme von Täterkindern der NS-Zeit

Vortrag und Diskussion

Dr. Birgit Dahlke analysiert den ambivalenten Status autobiografischer Texte und Filme von Täterkindern innerhalb aktueller Auseinandersetzungen mit dem nationalsozialistischen Erbe. Vermarktungsstrategien, (am Bsp. Ariane von Schirach „Der Tanz um die Lust“), das Spielen mit den Erwartungen eines Publikums, das sechzig Jahre „danach“ der Faszination an einer Art der Wiederkehr der Täter zu erliegen scheint, werden einer kritischen Sichtung unterzogen.
Jonathan Littell, („Die Wohlwollenden“), 1967 in New York als Sohn russisch-jüdischer Migranten geboren, schreibt seine fiktionale Autobiographie eines SS-Offiziers in der ersten Person, um „den Massenmord zu verstehen“(J.Littell). Dagegen liest sich die tatsächlich autobiographisch adressierte Abrechnung des 1939 geborenen Niklas Frank mit seinem Tätervater nahezu als Zeugnis einer Fixierung auf die Eltern.
Welches Potential haben solche Texte für die kritische Auseinandersetzung mit dem nationalsozialistischen Erbe? In welche Position zwingen die unterschiedlichen Autoren jeweils ihre LeserInnen?

Referentin: Dr. Birgit Dahlke, Literaturwissenschaftlerin, Humboldt-Universität Berlin, Leuphana Universität Lüneburg

Zeit: Donnerstag, 25. Oktober 2012, 19.30 Uhr
Ort: Kulturzentrum PFL, Peterstr. 3, Oldenburg

Leitung und Moderation: Brigitte Gläser, Pfarrerin

Kontaktaufnahme



.