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Donnerstag, 27. Juni 2019

Die Hinterbühne der Sorge-Arbeit:
Transnationale Perspektiven auf Care-Migration

Kulturzentrum PFL, Peterstraße 3, Oldenburg
Beginn: 16.00 Uhr
Ende: 20.00 Uhr

Juni - 27 Die Hinterbühne der Sorge-ArbeitDie 24 Stunden-Pflege entwickelt sich zu einem sozialstaatlich akzeptierten Weg, Sorgelücken dort zu füllen, wo der demographische Wandel neue Herausforderungen stellt und vormalige Sorge- und Arbeitsarrangements, beispielsweise in der Familie, erodieren. Häufig erfolgt die Versorgung von pflegebedürftigen Personen durch vorwiegend osteuropäische Migrantinnen.

Dabei stehen unter den gegebenen Arbeits- und Beschäftigungsbedingungen Anforderungen und Ansprüche an gute Sorge und gute Arbeit vielfach latent oder manifest in Widerspruch zueinander. Auf der „Hinterbühne" der Care-Arbeit zeigen sich die Fallstricke von transnationalen Arbeitsverhältnissen wie z.B. die Dilemmata migrantischer Mutterschaft.

Bei der Veranstaltung geht es darum, welche Anforderungen und Ansprüche an gute Sorge-Arbeit zu stellen sind, wo diese verletzt werden bzw. dieses Arrangement insgesamt in Frage zu stellen.

Juni - 27 Helma Lutz - Foto Renate Hoyer   Foto Renate Hoyer

Prof. Dr. Helma Lutz von der Goethe-Universität Frankfurt beschäftigt sich schon seit langem mit dem Care-Thema und untersucht insbesondere die transnationale Arbeitsvermittlung von meist weiblichen migrantischen Pflegekräften durch Home Care Agencies als sogenannte live-ins in Privathaushalte. Die Geschäftsführende Direktorin des Cornelia Goethe Centrums ist beteiligt am Projekt „Gute Sorge-Arbeit? Transnationale Home Care Arrangements". Zu ihren Forschungsschwerpunkten zählen u.a. auch die Frauen- und Geschlechterforschung, die Migrationsforschung sowie die Rassismus- und Ethnizitätsforschung.

Dr. Patrycja Kniejska (*1986) ist promovierte Gerontologin. Sie ist in Polen aufgewachsen und hat dort Geragogik an der Universität Oppeln studiert. 2015 promovierte sie an der Technischen Universität Dortmund zum Thema: „Zwischen familiärer Nähe und beruflicher Distanz: Die Bedeutung der häuslichen Pflege aus der Perspektive der Migrant Care Workers aus Polen" und begleitete mehrere diesbezügliche Forschungsarbeiten. Seit 2016 leitet Dr. Patrycja Kniejska Projekte für die Bremer Heimstiftung und unterstützt mehrere Initiativen im Bereich Altenarbeit und Gender, u.a. das Netzwerk Sexualität und Alten-Pflege.

Kosten: 15,- (inklusive Imbiss)

Referentinnen:
- Prof. Dr. Helma Lutz, Goethe-Universität Frankfurt/Main
Die Hinterbühne der Sorge-Arbeit
Transnationale Perspektiven auf Care-Migration im geteilten Europa
- Dr. Patrycja Kniejska, Gerontologin, Bremer Heimstiftung, Bremen
„Zur Pflege hätte ich auf jeden Fall gerne so eine Person wie ich selbst ..."
Empowerment- und Selbstprofessionalisierungsstrategien der Migrant Care Workers aus Polen

Leitung:
- Dr. Andrea Schrimm-Heins, Frauenbildungsreferentin, Akademie der Ev.-Luth. Kirche in Oldenburg
- Pfarrerin Christiane Cuno, Referat Theologie und Seelsorge, Diakonisches Werk der Ev.-Luth. Kirche in Oldenburg e.V.

Anmeldeschluss: Freitag, 14. Juni 2019
Zum Anmeldeformular

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