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Montag, 18. Juni 2018

Von der Notwendigkeit produktiven Unfriedens.
Eine muslimische Perspektive in Zeiten hegemonialen Rufens nach Frieden

Vortrag und Diskussion

Juni-18 Synagoge - Foto Lina Brunée   Foto Lina Brunée

Sara Ruth Schumann-Saal, Synagoge, Leo-Trepp-Str., Oldenburg
Beginn: 19.30 Uhr

Dieser etwas gegen den Strich vorgeschlagene Titel im Rahmen der Veranstaltungsreihe über "Das Friedenspotential der drei monotheistischen Religionen" leitet sich einerseits von der Annahme ab, dass Unfrieden als etwas grundsätzlich negatives und unproduktives besetzt ist - ein Zustand, den es schnell und am besten ohne Umwege zu verlassen gilt. Andererseits möchte der Titel den Biographien der Propheten Rechnung tragen, die, in erster Instanz, in den jeweiligen Herrschaftsverhältnissen für Unfrieden gesorgt haben, innerhalb des herrschaftlichen Vokabulars weniger Ruhe, Gehorsam und Ordnung, sondern vielmehr Unruhe, Ungehorsam, Unordnung gestiften haben - in persönlichen, in gesellschaftlichen, aber auch in theologischen Verhältnissen.

Kurzum, in ihrem Versuch Frieden zu verbreiten mussten Propheten einen expliziten "Umweg" über persönlichen, familiären, gesellschaftlichen Unfrieden nehmen. Gleichzeitig, so zeigen die prophetischen Beispiele, war dies kein destruktiver, sondern, so das Argument, ein produktiver Unfriede, eine produktive Unruhe und Unordnung, um Frieden zu etablieren.
Wie also lesen wir in Zeiten des hegemonialen Rufens nach Frieden und gleichzeitig wirkmächtigen Strukturen der Gewalt die prophetischen Beispiele?

Eine Möglichkeit, so Zubair Ahmad, liegt darin, den Prozess des Unfriedens stärker zu thematisieren; ihn stärker zu fühlen, verstärkt darüber zu reflektieren und ihn hierbei als etwas produktives anstatt destruktives zu besetzen und zu kultivieren.

Juni-18 Zubair Ahmad

Referent: Zubair Ahmad, Berlin Graduate School Muslim Cultures
and Societies, Freie Universität Berlin

Kooperation:
- Jüdische Gemeinde zu Oldenburg e.V.;
- Interkulturelle Jüdische Studien der Carl von Ossietzky Universität Oldenburg

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