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Hana, dul, sed...

Ein Film von Nina Erfle und Frédérique Veith, D 2006, 90 min

Hana, dul, sed ... erzählt von vier jungen Frauen aus Pjöngjang, die eine Leidenschaft teilen: den Fußball. Für das nationale Frauenteam ausgewählt, können sie durch den Sport nicht nur ihren Lebensunterhalt bestreiten, sondern genießen Privilegien, Popularität und hohes Ansehen. Dank ihnen gewinnt Nordkorea bei zahlreichen Wettkämpfen und kommt so unter die zehn besten Teams der Welt.

Als sie jedoch die Qualifikation für die Olympischen Spiele in Athen verpassen, nimmt das Abenteuer ein jähes Ende: Die vier müssen sich aus dem aktiven Sport zurückziehen, jede baut sich ein neues Leben auf. Jetzt sehen sich die besten Freundinnen, Mi Ae und Hyang Ok, nicht mehr oft. Aber wenn sie doch einmal gemeinsam ausgehen, ist die alte Vertrautheit sofort wieder da: Dann schlendern sie durch die dunklen Prunkboulevards der Stadt, plaudern über Erinnerungen und den Alltag ohne den geliebten Sport.

Die Kamera folgt vier Spielerinnen des Nordkoreanischen Frauenfußballteams, eines der besten der Welt, während ihrer aktiven Laufbahn und nach dem Ende ihrer Karriere. Dabei wird das weitgehend unbekannte Leben in dem hermetischen kommunistischen Staat – von seinen imposanten Monumenten und pathetischen Gesten bis zu ganz alltäglichen Situationen – wie beiläufig eingefangen.

Der Film wartet mit zahlreichen wunderbaren Einstellungen auf, in denen vielleicht nicht die Menschenverachtung, aber doch die Absurdität des Systems sichtbar wird: gigantische Regierungsbauten, leere Prachtstraßen, auf deren Kreuzungen Polizistinnen geradezu sehnsüchtig auf Verkehr warten, die allgegenwärtigen, in ihrem Kitsch schon wieder hinreißend komischen Plakate und Gemälde. So überzeugt dieser Dokumentarfilm der subtile Einblicke in ein Land gewährt, über dessen Bewohner man so gut wie nichts weiß. Da überdies auch die Sequenzen der Länderspiele (teils selbst gedreht, teils Archivmaterial) die sportliche Dynamik angemessen wiedergeben, kommen auch die Fußballfans auf ihre Kosten. Schließlich ist auch der Titel des Films dem Kommando eines Trainers entlehnt. „Hana, Dul, Sed“ heißt schlicht „1, 2, 3“. Filmdienst

Website: http://www.hanadulsed.com

Zeit: Mittwoch, 6. Juli 2011, 20.00 Uhr
Ort: CineK in der Kulturetage, Bahnhofstraße 11 , Oldenburg

In Kooperation mit dem CineK Oldenburg

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