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Mittwoch, 26. April 2017

Kolloquium zur Postwachstumsökonomie: Rebound-Effekte im Steigerungsspiel - Zeit- und Einkommenseffekte in Deutschland

Vortrag
Freie Waldorfschule Oldenburg - Festsaal, Blumenhof 9
Beginn: 18.15 Uhr
Ende: 20.00 Uhr

 Ringvorlesung PostwachstumsökonomieDie lange gehegte Hoffnung, dass wirtschaftliches Wachstum durch technischen Fortschritt nachhaltig oder klimafreundlich gestaltet werden kann, bröckelt. Weiterhin scheint ein auf permanente ökonomische Expansion getrimmtes System kein Garant für Stabilität und soziale Sicherheit zu sein. Darauf deutet nicht nur die derzeitige Eskalation auf den Finanzmärkten hin, sondern auch die Verknappung jener Ressourcen („Peak Everything"), auf deren unbegrenzter und kostengünstiger Verfügbarkeit das industrielle Wohlstandsmodell bislang basierte. Folglich ist es an der Zeit, die Bedingungen und Möglichkeiten einer Postwachstumsökonomie auszuloten. Die zu diesem Zweck initiierte Ringvorlesung versteht sich als Forum für Fachvorträge, Diskussionen und den Gedankenaustausch rund um Fragen wie: Was wären die Merkmale einer Ökonomie jenseits permanenten Wachstums? Welcher Wandel, welche Institutionen, welche Konsum- und Produktionsmuster gingen damit einher? Welche Wege führen in eine Wirtschaftsordnung, die auch ohne permanentes Wachstum für soziale Stabilität sorgen könnte?

Zum Auftakt des Sommersemesters 2017 hält Dr. Johannes Buhl vom Wuppertal Institut für Klima, Umwelt und Energie einen Vortrag zum Thema: Rebound-Effekte im Steigerungsspiel - Zeit- und Einkommenseffekte in Deutschland. Auf der Grundlage soziologischer Theorien der Steigerung und Beschleunigung liefert Johannes Buhl eine umfassende Empirie zu indirekten Einkommens-, aber vor allem zu Zeiteffekten in Deutschland. Im Zentrum der empirischen Studien steht die Überprüfung einer dreifachen Dividende von Arbeitszeitverkürzungen – Ressourcenschonung, soziales Engagement und individuelle Lebenszufriedenheit.

Referent: Dr. Johannes Buhl vom Wuppertal Institut für Klima, Umwelt und Energie

Kooperationspartner:
- Stiftung für Reform der Geld- und Bodenordnung
- Vereinigung für Ökologische Ökonomie
- Freie Waldorfschule Oldenburg

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