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14. April 2008

Vortrag: Jonathan Littell und sein Roman "Die Wohlgesinnten"

Kaum ein anderes Buch hat in Frankreich für mehr Debatten gesorgt als Jonathan Littells Roman "Les Bienviellantes". Der Roman über den SS-Offizier Max Aue ist am 23. Februar 2008 in deutscher Übersetzung unter dem Titel "Die Wohlgesinnten" im Berlin-Verlag erschienen, während in Italien und Spanien noch im Herbst 2007 publiziert worden ist. Dieses Buch, von dem allein in Frankreich ca. 800.000 Exemplare verkauft worden sind, stellt eine fiktive Autobiographie dar. Der hochgebildete, kultivierte Nazi-Henker Aue denkt an Tschechow, während er auf dem Russlandfeldzug Juden tötete. Im Zentrum der erregten Debatte, die dieses Buch auslöste, steht die Frage, in welchem Maße das Grauen der NS-Verbrechen fiktionalisiert und ästhetisiert werden darf. Entsprechend haben sowohl Überlebende des Holocaust als auch Historiker dem Verfasser Amoralität vorgeworfen. Gleichzeitig - und das verschärft die Debatte - ist der Roman in Frankreich mit dem angesehenen Prix Goncourt ausgezeichnet worden, den Littell jedoch nicht angenommen hat. All dies verdeutlicht die Notwendigkeit einer genauen Auseinandersetzung mit Jonathan Littells Roman "Die Wohlgesinnten". Wir sind sehr froh, mit Prof. Dr. Michael Daxner einen ausgezeichneten Experten und Kenner dieser Thematik gewonnen zu haben.
  • Referent: Prof. Dr. Michael Daxner, Carl von Ossietzky Universität Oldenburg
  • Zeit: Montag, 14. April 2008, 20.00 Uhr
  • Ort: BIS-Saal der Carl von Ossietzky Universität Oldenburg
  • Leitung: Prof. Dr. Wolfgang Erich Müller


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