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Evangelische Zeitung, Sonntag, 5. Januar 2014

Niniwe verzaubert

Vielfach ausgezeichnetes Ensemble in Ohmstede

OLDENBURG - Eine Reise nicht nur durch weihnachtliche Musik aus ganz Europa, sondern auch durch eine Vielfalt an Klangfarben und Stimmungen bot das Konzert des A-cappella-Ensembles Niniwe aus Berlin in der Ohmsteder Kirche.

Als der Ohmsteder Pastor Holger de Buhr „ein besinnliches, ein besonderes Adventskonzert ankündigt, hatte er nicht zu viel versprochen. „0h, wie war das schön!" und „Ganz, ganz toll!“ sind dann auch nur zwei von vielen begeistertest Äußerungen der Besucherinnen und Besucher, als der Liederabend nach minutenlangem Applaus und zwei Zugaben zu Ende geht.

Gänsehautfeeling kommt gleich zu Beginn auf: Die vier Frauen von Niniwe betreten die nur von Kerzenschein erhellte Ohmsteder Kirche und singen „Veni, veni Emmanuel“, während sie durch die Bankreihen nach vorn zum Altarraum schreiten. Die vier Stimmen, das Arrangement und die Akustik lassen dabei einen viel größeren Chor vermuten.

Im Folgenden lauscht man mit angehaltenem Atem Klängen von schlichter Schönheit, im nächsten Moment ist man von beschwingten Liedern wie dem irischen „The Snow lt Melts The Soonest" verzaubert - vor dem inneren Auge entstehen die Bilder einer verschneiten Landschaft. Mitreißend ist das englische „Tomorrow Shell Be My Dancing Day“, man möchte beinahe aufstehen und tanzen.

Wie die studierten Jazzsängerinnen Winnie Brückner, Caroline Krohn, Hanne Schellmann und Lena Sundermeyer ganz unterschiedliche Gefühle wecken und mit ihren klaren Stimmen die Kirche ausfüllen, wirkt ergreifend und unpathetisch zugleich. Die Arrangements von Winnie Brückner klingen dabei ausdrucksstark und variantenreich: Nachdenkliche Untertöne verleihen einem auf den ersten Eindruck fröhlichen Lied Tiefe, während eher besinnliche Interpretationen etwas ganz leicht „Swingendesbekommen. Nicht umsonst ist das vielfach mit Preisen ausgezeichnete Vokalquartett bekannt für seine kunstvollen Arrangements sowohl von eigenen Kompositionen als auch von fremden Werken aus Klassik, Jazz, Pop und Weltmusik, die sie alle auf ihre eigene „Niniwe-Art" zum Strahlen bringen.

„Was für ein perfekter Ort für unser Programm", sagt Winnie Brückner, die die Stücke zusammengestellt hat, gleich zu Beginn bei der Begrüßung des Publikums. Und tatsächlich macht nicht nur die Akustik, sondern auch die stimmungsvolle Beleuchtung der Kirche mit echten Kerzen und farbigem Licht des Konzert zu einem besonderen Erlebnis. Mit dem abschließenden „Have Yourself A Merry Little Christmas“ wünscht Ca­roline Krohn den Besuchern „kein spektakuläres, aber ein friedliches Weihnachten mit den Menschen, die Sie lieben. Das Konzert war die gelungene Einstimmung.

Das Konzert von Niniwe war eine Veranstaltung der Akademie der oldenburgischen Kirche in Kooperation mit der Ev.-Luth. Kirchengemeinde Ohmstede.

Von Antje Wilken

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