Inhalt Rechts

Rechte optische Spalte

Inhalt Mitte

Hauptinhalt

.

zurück

NWZ-online, Donnerstag 04. Oktober 2012

Vom Kap nach Kreyenbrück

Schauspielgruppe aus Südafrika spielt mit Schülern aus Oldenburg
Jugendliche aus Südafrika und Oldenburg lernen sich bei Theaterprobe kennen. Am Freitag wird ein Stück gegeben.

Maximilian Müller

12-10-04 Pressebericht MukaFreuen sich auf das gemeinsame Proben: Die Schauspiel-Gruppe des Projekts MUKA aus Südafrika und die Jugendlichen der Theatertruppe „Rollentausch“ Bild: Maximilian Müller

KREYENBRÜCK Etwas vorsichtig ist man noch, man kennt sich ja noch nicht: Doch bald schon werden die Jugendlichen aus Südafrika und aus Kreyenbrück auf einander zugehen und gemeinsam auf der Bühne agieren: Am Dienstag veranstalten die Schauspieler des MUKA-Projekts und das Jugendtheater „Rollentausch“ einen gemeinsamen Probetag.

Nun verbindet das Spiel auf der Bühne auch die Jungen und Mädchen aus den verschiedenen Ländern. „Es ist gut, dass sich die Jugendlichen kennenlernen – so können sie Gemeinsamkeiten entdecken und sich darüber austauschen“, sagt Jörg Kowollik, der Vorsitzende der Jugendkulturarbeit. Dieser betreut auch „Rollentausch“.

Uwe Fischer von der Akademie der ev. luth. Kirche Oldenburg hat die Theatergruppe in die Stadt geladen und den Aufenthalt organisiert. Die Mitglieder wohnen bei Schülern des Neuen Gymnasiums.

Brian Phakathi betreut die Gruppe bei ihrer Reise durch Europa. Er stellt klar, dass die Jugendlichen einen professionellen Anspruch in ihrer künstlerischen Arbeit an sich haben. 

Schauspieler Brian Therbiso Nyoni ist zum ersten Mal in Oldenburg. „Mir gefällt die Stadt sehr“, erzählt er. „Die Leute sind sehr freundlich und die Gemeinschaft der Menschen ist spürbar“, sagt der 25-Jährige. Sein Mitschauspieler Zubenathi Mabele ist vor allem von den Pflanzen in Deutschland beeindruckt. „Hier ist alles so grün“, sagt der 14-Jährige.

Den Abschluss des Aufenthalts in der Stadt bildet ein Auftritt am Freitag um 19 Uhr in der Aula des Neuen Gymnasiums, Alexanderstraße 90. „Noch nicht frei“ heißt das Stück, in dem das Leben in einem Sqatter Camp beschrieben wird. Dabei handelt es sich um Armenviertel, die abseits von großen Städten errichtet wurden. Um 18 Uhr gibt es einen Vortrag darüber, wie eine Kindheit in diesem Land aussieht. 

Einen Besuch auf dem Kramermarkt ließen sich zumindest die Älteren nicht entgehen, versichert Betreuer Brian Phakathi.

Südafrika war am Dienstag auch in der Lamberti-Kirche Thema: Dort wurde eine Ausstellung zur Apartheid eröffnet und an den Früchteboykott erinnert. Musikalisch wurde der Abend von der Bayede Traditional Music Group begleitet.

zurück



.