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Kreiszeitung Syke, Donnerstag, 30.09.2010

"Kinderkulturkarawane macht Station in Stuhr"

Die bolivianische Jugendband Yauri spielt für die achten Klassen der Lise-Meitner-Schule  Stuhr-Moordeich. Eine ungewöhnliche Unterrichtseinheit haben gestern alle achten Klassen der Lise-Meitner-Schule erhalten. Die Kinderkulturkarawane hat das möglich gemacht, sie fördert nämlich den Dialog zwischen jungen Menschen aus der ganzen Welt. Im Zuge der Kampagne machte die bolivianische Jugendband Yauri in der Kommune Station und fuhr an der Schule vor. Den Anstoß dazu hat die Kirchengemeinde Stuhr gegeben. Diesmal reist eine achtköpfige Gruppe aus Südamerika durch Deutschland - die anlässlich dieses Begegnungskonzepts durch die Lande tingelnden Akteure wechseln ständig. Die jungen Musiker, deren Gesichter weiß geschminkt waren, nahmen die erwartungsvoll dreinblickenden Schüler in der Aula mit auf eine klangvolle Reise in ihre Heimat und versprühten mit dargebotenem Ethno-Pop beste Laune. Aber nicht nur musikalisch hatten die Truppe einiges zu bieten. Eingebunden waren ihre Stücke in eine spannungsgeladene und unterhaltsame Show mit viel Ulk und etlichen Optionen zum Schmunzeln.

Ein Clown mit roter Nase begrüßte das Publikum in einer Sprache, die fast jeder versteht - nämlich pantomimisch. Er fegte wiederholt temperamentvoll durch die Sitzreihen und animierte auf humorvolle Weise die Zuschauer. Gleichzeitig rockte die Band auf der Bühne ab und heizte ein. Geige und Schlagzeug, E-Gitarre und E-Bass, Keyboard und Flöten sowie das bolivianische Saiteninstrument Charango und natürlich die Stimmen kamen dabei zum Einsatz. Schnell war der Funke übergesprungen, Schüler und Lehrer stimmten begeistert klatschend in die Rhythmen ein und sprangen auf Zuruf des Clowns jubelnd von ihren Plätzen. Eine Zugabe am Ende durfte nicht fehlen.

Anschließend wurde mit den Gruppen-Mitgliedern ein Workshop angeboten. "Sie werden Auflockerungs- und Kennenlernspiele machen, das macht immer sehr viel Spaß", verriet Yogi Engels, der schon seit fünfeinhalb Wochen mit den 14- bis 22-Jährigen aus El Alto - übrigens die am höchsten gelegene Großstadt der Welt, wie Engels erklärte - kreuz und quer durch die Gegend tourt. Abgeklappert wurden unter anderem schon Frankfurt am Main und Oder, Hameln, Hamburg, Osnabrück und Bonn. Und es folgen weitere Städte. Sogar ein Abstecher nach Wien sei noch geplant. Yauri verbindet, so Engels, unterschiedliche Musikstile und -richtungen wie beispielsweise Pop, Jazz, Blues, Klassik und traditionelle bolivianische und lateinamerikanische Folklore.



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