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Kreiszeitung Wesermarsch 25.06.09

Reise mit unbekanntem Ziel

Evangelische Akademie überrascht ihre Besucher mit Maskentheater

Stadland (td). Schon zum achten Mal in Folge lud die Evangelische Akademie in Oldenburg zu seiner jährlich einmal stattfindenden Kultur-Blind-Date-Reihe ein.

Mit aufgeschlossenen Mitfahrerinnen und -fahrern, die in Oldenburg in den Bus steigen und weder wissen, wohin die Reise geht noch welches Angebot im Kulturbereich sie erwartet, startete erneut ein voll besetzter Bus mit unbekanntem Ziel. Richtung Wesermarsch, und dann am Deich entlang, endete die Fahrt schließlich in Norderschweiburg. Die bei gutem Wetter ursprünglich geplante Open-Air-Veranstaltung wurde kurzerhand in die Räumlichkeiten der Familie Hülstede an der Bäderstraße verlegt, da der Himmel einer Freilichtveranstaltung einen Strich durch die Rechnung machte.

Die Kulturüberraschung war diesmal ein Maskentheater mit Sprache, und der Titel "Die Liebe und das Meer" versprach Romantik und Seefahrergeschichte.

Der Kulturbeauftragte der Akademie, Uwe Fischer, hatte für diesen Spannung versprechenden Tag das "Theater unter den Sternen" verpflichten können, das ihr neues Bühnenstück, geschrieben und inszeniert von Jule Klink, mit einer Vorpremiere in Norderschwei das erste Mal öffentlich präsentierte.

Die drei Darsteller Stefanie Becker, Ute Bommersheim und Jochen Fried fesselten ihr Publikum von der ersten Minute an mit ihrer Produktion. Sie suchten auf der Bühne und im Zuschauerraum nach Abenteuern, starben vor Sehnsucht und stürzten sich in Leidenschaften. Es war ein schillerndes Theaterabenteuer über die wahren Heldinnen und Helden der See.

Das Stück basiert auf dem Prinzip der Einfachheit der Mittel und knüpft an Urformen der Darbietung von Theater, Maskenspiel und Musik an. Von der Stückidee über Maskenbau, Inszenierung, Bühnenbild und Kostümen liegt die künstlerische Arbeit in den Händen des 2002 gegründeten Ensembles aus Oldenburg.

Farbenfrohe Kostüme

Die Zuschauer waren beeindruckt von den aufwendig gestalteten, farbenfrohen Kostümen, den wunderschönen Masken und dem einfachen und doch ansprechenden Bühnenbild.

"Irgendwie muss man das Leben doch lustvoll gestalten", so Uwe Fischer mit einem Augenzwinkern. Ernster Hintergrund ist jedoch, dass die Menschen meist nur dahin gehen, was sie ohnehin schon kennen. Mit diesem Projekt will er zum Aufbruch anregen, auch einmal etwas Unbekanntes auszuprobieren, sich auf den Spannungseffekt einzulassen. Das ist ihm mit dieser Veranstaltung gelungen, denn die Resonanz auf dieses Kultur-Experiment war sehr zufriedenstellend.

Nach der Aufführung ging es für die Teilnehmer der Kulturfahrt ins Blaue dann hinter den Deich, wo in zehn Wohnwagen für das leibliche Wohl gesorgt wurde. Zufrieden und mit viel Gesprächsstoff ausgerüstet, trat die Gruppe am Abend wieder die Heimreise, dieses Mal mit bekanntem Ziel Richtung Oldenburg an.

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