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Evangelische Zeitung 14. September 2008

MUKA begeistert mit Tanz und Gesang

Südafrikanisches Projekt reist durch Deutschland und klärt Schülerinnen und Schüler über Aids auf.

Die Gruppe MUKA (Most United Knowledgeable Artist Project) war in der vergangenen Woche auf Einladung der Akademie der oldenburgischen Kirche zu Gast. Die Gruppe, bestehend aus zehn Künstlerinnen und Künstlern zwischen 16 und 30 Jahren, kommt aus Johannesburg in Südafrika und ist derzeit für zwei Monate im  Rahmen der Kinderkulturkarawane  in Deutschland unterwegs. Mit ihrem Programm, bestehend aus dem Theaterstück "Wild fire" und einem Tanz- und Gesangsprogramm, wollen sie auf die Prostitution, den Drogenmißbrauch, die Gewalt und natürlich auf  Aids in ihrer Heimat Südafrika aufmerksam machen. SchülerInnen und Schüler des Neuen Gymnasiums in Oldenburg hatten sich bereit erklärt, die Afrikaner bei sich zu Hause aufzunehmen und bereiteten der Gruppe einen herzlichen Empfang. Bevor sie jedoch  etwas von den künstlerischen Qualitäten der Gruppe in Oldenburg sehen konnten, stand zunächst die Lise-Meitner Schule in Stuhr- Moorburg auf dem Besuchsprogramm. Dort spielten sie ihr eindringliches Theaterstück den neunten und zehnten Klassen vor, und es war so leise in der voll besetzten Schulaula, das man die berühmte Stecknadel hätte fallen hören können. Im Anschluß beantwortete die Gruppe Fragen rund um die Aids-Problematik in Südafrika. Am Nachmittag kam es dann zum weniger ernsten Teil: Der angebotene Trommel- und Tanzworkshop löste die Berührungsängste zwischen den norddeutschen Schülerinnen und Schülern und den so lebendigen Südafrikanern. Maßgeblichen Anteil am zustande kommen dieser Veranstaltungen hatte die Ev. Kirchengemeinde in Stuhr.

Am 5.September ging es zurück nach Oldenburg, wo mehr als  40 Schülerinnen und Schüler gespannt und voller Elan am Tanz- und Trommelworkshop teilnahmen. Höhepunkt des Aufenthaltes in Oldenburg war sicherlich das mitreißende Konzert im Neuen Gymnasium. Über 250 Besucher hielt es bei dieser Show aus Gesang, Gospel, Tanz und Trommelmusik nicht auf den Sitzen. Die Einnahmen kommen der Boumdoudoum-AG des Neuen Gymnasiums zu Gute, die seit Jahren ein Dorf im westafrikanischen Burkina Faso unterstützt. Brian Phakathi, Leiter der Gruppe und selbst gebürtiger Südafrikaner, sagt selbst über das Muka-Project:

"Es ist nicht nur ein Projekt für mich. Mein ganzes Leben dreht sich um diese Arbeit. Vielen ist auch nicht bewusst, dass wir auch unsere Familien mit diesem Projekt unterstützen. Aber das ist natürlich nicht Hauptintention unserer Arbeit. Wir wollen die Leute wachrütteln für das Thema Aids. Täglich hört man es in den Medien, aber niemals nimmt man es für sich selbst war. Jeder denkt, das ist eine Krankheit, die nur die Schwarzen trifft. Aber das ist Blödsinn. Diese Epidemie breitet sich aus. Und glauben sie mir, der Virus sucht sich keine Hautfarbe aus. Darum möchten wir die Eltern bitten: Sprecht mit euren Kindern! Seid offen für das Thema Aids! Wir arbeiten jetzt schon sehr lange mit diesem Thema und möchten uns ganz herzlich u.a. bei der missio Aachen bedanken und bei der Kinderkulturkarawane, die uns hier in Deutschland unterstützen und natürlich auch den vielen Helfern in Südafrika. Ohne diese Unterstützung hätte es dieses Projekt niemals nach Deutschland geschafft."

Auch für das nächste Jahr ist ein weiterer Besuch einer südafrikanischen Gruppe in Oldenburg geplant

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