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NWZ - Wesermarsch 25.09.07

34 Radfahrer erweitern den eigenen Horizont

KIRCHE Zeitzeugen und Experten führen durch den einungsskulpturenpfad - Nach elf Kilometern am Ziel
Die Radwanderer starteten vom Ochtumsperrwerk aus. Pastor Thomas Cziepluch erläuterte die Hintergründe des Skulpturenprojekts.

LEMWERDER - 20 Teilnehmer waren angemeldet, 34 kamen. Die von der evangelisch-lutherischen Kirchengemeinde Altenesch/Lemwerder und der Akademie der evangelischen Kirche in Oldenburg geführte Radtour entlang des Meinungsskulpturenpfads lockte die Radler nicht zuletzt wegen des guten Wetters.

Die Radwanderer verschiedener Altersgruppen versammelten sich am Ochtumsperrwerk zum Auftakt der rund elf Kilometer langen Tour, die entlang sieben in Lemwerder aufgestellten Tonstelen führte. Die Stelen waren von November 2005 bis Mai 2006 von Jugendlichen anlässlich des wesermarschweiten Jugendprojektes "Aufwachen jetzt wird geträumt" angefertigt worden. Die Nachwuchskünstler hatten verschiedene historische Ereignisse der Lemwerderaner Geschichte aufgegriffen und zusammen mit eigenen Wünschen und Hoffnungen in Ton verarbeitet. Im Verlauf der Radtour wurden die jeweiligen thematischen Hintergründe und die Skulpturengestaltung von den Mitwirkenden noch einmal geschildert. Mit Interesse verfolgten die Teilnehmer den Bericht von Gemeindepfarrer Thomas Cziepluch an der Stele am Ochtumsperrwerk, die an das dort im Jahr 1933/34 von der Bremer Innenstadt ausgelagerte KZ-Schiff erinnert. "Von diesem Standort aus hat man einen weiten Blick", so Cziepluch. "Den Horizont zu erweitern war auch Hintergrund des Projektes", führt der Pastor weiter aus. An der St.-Gallus-Kirche in Altenesch berichtete Künstlerin Heike Krey über ihre Erlebnisse bei der Herstellung der Tonelemente für die Stelen durch die Jugendlichen. "Arbeitskampf" lautete der Oberbegriff der dritten Stele, die beim ASL-Gelände ihren Platz gefunden hat. Heino Krapp berichtete ergreifend.

An der vierten Stele Eck Industriestraße/Zur Fähre wartete das Jugendrotkreuz mit Kaffee und Kuchen auf die Radler und stellte zugleich die Säule zum Thema "Hochwasser 1962" vor. Über Lemwerder und Walfang berichtete Kapitän Hans-Nicolaus Schümann an der Kapelle am Deich, wo die Tonsäule der Schülerinnen und Schüler der Eschhofschule zu diesem Thema aufgestellt worden war.

An der Edenbütteler Straße wurden sechs Tonsegmente über den Bombenabwurf als Gedenkstelle zu einer Stele zusammengesetzt. Musikalisch wurde dieser Stationsaufenthalt von Kirchenmusiker Tobias Schmidt am Keyboard begleitet. Letzte Station war die bei der Moschee am Hansering stehende Stele.


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