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Delmenhorster Kreisblatt vom 25.08.07

"Mehr Dialog zwischen Kirche und Gesellschaft"

Akademie der Ev.-luth. Kirche Oldenburg unter neuer Leitung
Thomas Adomeit hat die Nachfolge von Dieter Qualmann angetreten. Ab sofort sind Anmeldungen für das aktuelle Herbstprogramm möglich.

OLDENBURG. Die Akademie der Evangelisch-lutherischen Kirche in
Oldenburg will trotz aller Sparzwänge auch zukünftig den Dialog zwischen Kirche und Gesellschaft fördern. "Wir wollen Hemmschwellen abbauen und auf die Menschen zugehen", betont Pfarrer Thomas Adomeit, der vor zwei Wochen die Nachfolge von Dieter Qualmann als Akademie-Leiter angetreten hat.

Bei der Ausrichtung der Bildungseinrichtung will der 37-jährige den unter seinem Vorgänger eingeschlagenen Kurs weitgehend beibehalten. Dennoch vermittelt er eine Art Aufbruchstimmung: "Ich möchte die Akademie als Einrichtung der Kirche nach innen stärken, aber auch nach außen arbeiten". Viele Menschen, die nicht aktiv am Gemeindeleben teilnehmen, seien auf der Suche nach Orientierung. Und genau sie waren zuletzt immer stärker unter den jährlich rund 4000 Besuchern der Akademie-Veranstaltungen vertreten.

Auch für Oberkirchenrat Dietmar Pohlmann ist die Ausrichtung am Alltag der Menschen unerlässlich: "Die Oldenburgische Kirche will sich nicht in eine Wagenburg-Mentalität zurückziehen, sondern will Partner des öffentlichen Dialogs sein. Theologie muss lebensdienlich sein, sonst kommt sie nicht mehr an. Deshalb will die Akademie auf hohem Niveau christliche und kirchliche Themen in die Diskussion einbringen".

Sprichwörtlich den Menschen entgegenkommen möchte Adomeit mit dem Herbstprogramm der Akademie, das noch von seinem Amtsvorgänger sowie Akademie-Geschäftsführer Uwe Fischer erarbeitet worden ist. Die 20 Vorträge, Seminare und Studientage finden in diversen Räumlichkeiten vom Oldenburger Kulturzentrum PFL über die Universität bis zur Wildeshauser Alexanderkirche statt, so dass auch Menschen aus der Region das Angebot wahrnehmen können.

Schwerpunkt ist auch diesmal neben den Feldern Kirche, Theologie und Religion wieder die Kultur. "Schließlich", so Pohlmann, "soll die Akademie nicht nur den Kopf ansprechen". So steht in zwei Wochen eine Reise zur "Documenta 12" nach Kassel auf dem Programm; im Dezember gibt es Einblicke in das "Forum Spiel und Theater". Weitere Programmpunkte sind die Ausbildung zum Kirchenführer, eine Radtour, Vorträge zum Bildungssystem und drei Gottesdienste mit Kinovorführungen in der Kirche.

Auffällig am aktuellen Programm ist das Fehlen prominenter Namen wie zuletzt Eugen Drewermann. Aber die werden, versichert Fischer nach dem Wechsel in der Leitung später wieder folgen.


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