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Ev. Zeitung Nr. 16, 22.04.07

Masken schweben durch die Nacht

Die 2. Oldenburger Maskennacht fand als "Ball der einsamen Herzen" im Botanischen Garten statt

Neben einem Punker mit seinem Hund wandelt eine Gans, nicht weit davon schleicht sich ein dunkler Mafiosi-Typ durch die Nacht, ein zartes, schüchternes Mädchen hofft, noch heute einen Bräutigam zu finden. Alles ist möglich in dieser Nacht.
Unter dem Titel "Ball der einsamen Herzen" feierten rund 1700 Besucherinnen und Besucher die 2. Oldenburger Maskennacht im Botanischen Garten, die jetzt von der Evangelischen Akademie der Oldenburger Kirche veranstaltet wurde. Etwa 200 Mitwirkende führten die Gäste durch die stimmungsvolle, sommerliche warme Nacht.
"Wir sind mit der Resonanz sehr zufrieden" sagte Uwe Fischer, Kulturreferent der Akademie. Das Besondere der Maskennacht sei, dass neben professionellen Darstellern auch Laien beteiligt gewesen seien, darunter auch behinderte Menschen. "Gerade für Menschen mit Handicaps ist es wohltuend, einmal nicht mit ihrer Behinderung wahrgenommen zu werden, sondern im Schutz der Maske zu sein wie alle anderen. "So war beispielsweise aus Oldenburg die "Blauschimmel-Maskengruppe" vertreten und aus Bremen das "Blaumeier-Atelier".
Berufsschüler gestalteten einen "Ort der Träume" und einen Parcours zum Thema "Ewigkeit", ein Kindergarten richtete einen "Palast" mit Prinz und Prinzessin ein. Musiker begleiteten die Auftritte der Masken mit Instrumenten wie Gitarre oder Didgeridoo, irische Folk-Musiker und ein Straßenmusiker aus Oldenburg waren zu hören. Die 2. Oldenburger Maskennacht eröffnete gleichzeitig die 125-Jahr-Feier des Botanischen Gartens in diesem Jahr. "Es hat allen Beteiligten, darunter auch den 30 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, viel Spaß gemacht und wir würde gerne in zwei Jahren die 3. Maskennacht feiern", sagte Uwe Fischer.

Sabine Dörfel



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