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NWZ 30.08.05

Mehrzahl der Akademie-Besucher kirchlich distanziert

Fortbildung. In fünf Jahren 14.000 Absolventen in anfangs umstrittener Einrichtung - Breites Angebot

Ewa 14.000 Menschen haben in den vergangenen fünf Jahren eine von 270 Veranstaltungen der Akademie der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Oldenburg besucht. Damit ist nach Ansicht von Akademieleiter Dieter Qualmann die damals umstrittene Gründung einer kirchlichen Akademie ohne eigenes Haus zum Erfolg geworden. "Nirgendwo sonst ist die Kirche näher am Puls der Zeit als in ihrer Akademie" , sagte er.

Die Akademie nehme gesellschaftspolitische und kulturelle Fragen aus kirchlicher Sicht auf und lade zu öffentlichen Diskussionen ein, so Qualmann. Kirchliche Bildungsarbeit wolle Vorurteile in Frage stellen und sich ernsthaft mit der Meinung anderer auseinander setzen. Veranstaltungen zu Globalisierung oder Wirtschaftsfragen fänden darum zum Beispiel in Banken statt.

Die überwiegende Zahl der Akademiebesucher sind Qualmann zu Folge eher kirchlich distanziert. Zielsetzung der Akademie sei es, darüber zu diskutieren, was dem Leben förderlich ist und was dem Menschen zur Gestaltung seines Lebens und seiner Zukunft dient.

Entsprechend breit sei die Angebotspalette gefächert. Im neuen Halbjahresprogramm reiche sie von "Beuten die vielen Alten die wenigen Jungen aus?" über Bibeltheater bis hin zur Frage, wie dialogfähig die Religionen sind.

Am 15. November werde sich ein Studientag mit der Bundestagswahl befassen.



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