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Pressemitteilung der Ev. Akademie in Oldenburg/ 29.5.2015

Heine und seine Gedankenwelt

In der Reihe „Religion und Philosophie in Deutschland"
„Man darf diese Menschen nicht zum zweiten Mal sterben lassen", sagt Gregorij H. von Leitis und meint damit all jene Kulturschaffenden, die Opfer des Nationalsozialismus und anderer diktatorischer Regime geworden sind. Mit dem Verein „Elysium – between two continents" bieten von Leitis und sein Kollege Michael Lahr Lesungen und Musikabende an, mit denen sie an jene Künstler erinnern und sich gleichzeitig gegen Diskriminierung, Rassismus und Antisemitismus einsetzen. Mit der Textcollage „Sagt mir, was bedeutet der Mensch" mit Werken von Heinrich Heine waren sie am Dienstag, 26. Mai, zu Gast im bis auf den letzten (Steh-)Platz besetzten Karl Jaspers-Haus in Oldenburg.

26-05-15 Matthias Bormuth - Gregorij H. von Leitis - Michael Lahr   Freuten sich über das große Interesse am Heine-Abend: Matthias Bormuth von der Karl Jaspers-Gesellschaft und das Ensemble von Elysium, Gregorij H. von Leitis und Michael Lahr (von links).

Einen Einblick in Heines Biografie und die geschichtlichen und politischen Hintergründe seiner Texte gab Michael Lahr in seiner Einführung, ehe von Leitis thematisch ausgewählte Werke Heines vortrug. „Als Kritiker des politischen Regimes und als Jude, der Anfeindungen der Antisemiten und Nationalisten erfahren musste, gehört Heine unbedingt in den Kreis der Autoren, an die wir erinnern möchten", erklärt Lahr. Thematisch gebündelt gab Gregorij H. von Leitis in seiner Rezitation einen besonderen Einblick in Heines Gedankenwelt. Ob sein Ärger über die brave Bequemlichkeit der Bürger, seine harsche Kritik an Politik, Kapitalismus und Kirche und immer wieder sein Heimweh nach Deutschland, jenem Land, das er so heftig kritisiert und doch so sehr liebt – all das brachte Elysium den Zuhörenden eindrucksvoll nahe.

26-05-15 Publikum   Bis auf den letzten Platz besetz waren die Räumlichkeiten des Karl Jasper-Hauses.

26-05-15 Gregorij H. von Leitis   Gregorij H. von Leitis zog das Publikum mit der Heine-Textcollage in seinen Bann.

Elysium arbeitet in den USA und Deutschland und konzentriert sich hier auf die Werke von Schriftstellern und immer mehr auch von Komponisten, denn: „Musik ist etwas, das über alle Sprachgrenzen hinaus wirkt", beschreibt es Michael Lahr. Der Heine-Abend war eine der Auftaktveranstaltungen zur Reihe „Religion und Philosophie in Deutschland", den die Akademie der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Oldenburg gemeinsam mit der Carl von Ossietzky Universität und der Karl Jaspers Gesellschaft initiiert. Mit Vorträgen und Textcollagen führt die Reihe durch die Galerie religiöser und säkularer Denker in Deutschland. Insgesamt 14 Veranstaltungen sind bis Ende November geplant. Die nächsten Termine auf einen Blick: „Ich kann nicht wissen, dass es einen Gott gibt", ein Vortrag des Hamburger Philosophen Manfred Geier über Immanuel Kants Religion des guten Lebenswandels (Dienstag, 9. Juni, 19.30 Uhr, Lambertus-Saal der Lambertikirche), „Religionskritik bei Kant", eine Textcollage mit dem Philosophen Martin Vialon von der Universität Oldenburg und der Oldenburger Schauspielerin Elfi Hoppe, (Dienstag, 16. Juni, 19.30 Uhr Karl Jaspers-Haus), „Der Dichter als Theologe", ein Vortrag des Münchener Philologen Friedrich Vollhardt zu Lessing (Dienstag, 7. Juli, 19.30 Uhr, Lambertus-Saal der Lambertikirche).
Alle weiteren Termine unter www.akademie-oldenburg.de. Mehr Informationen zu Elysium unter www.elysiumbtc.org

Text und Fotos: Anke Brockmeyer

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