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Vom blinden Flecken in der Integrationspolitik und dem Traum einer Welt ohne Grenzen

Vortrag ung Diskussion innerhalb der Veranstaltungsreihe "Migrationsgeschichte/n".

Migration ist Ursache und Folge nachhaltiger Veränderungen der weltweiten politischen und sozialen Ordnungen und mit kontroversen Bewertungen und Reaktionen verbunden, die von der Forderung nach staatlicher Migrationskontrolle bis zur Ermöglichung der globalen Freizügigkeit als Menschenrecht reichen.

30-Mai-CyrusExperte  auf diesem Gebiet ist Norbert Cyrus, der am Hamburger Institut für Sozialforschung eine Untersuchung irregulärer Migration durchführt. Er beschrieb am Mittwoch, dem 30. Mai im Gebäude der VHS Oldenburg im einem sachkundige Vortrag den aktuellen Stand der Diskussionen zur Kritik und Rechtfertigung der Ideen für ein internationales Migrationsmanagement einerseits und einer Migration ohne Grenzen andererseits.

Im Anschluss entwickelte sich eine interessante Diskussion, zu der auch betroffene Asylbewerber beitrugen, die zurzeit einen Deutschkurs bei der VHS belegen. Cyris eher theoretischen Ausführungen wurden so mit den Problemen des Alltags konfrontiert. Insbesondere verwiesen die Asylbewerber auf die Bedeutung der Sprachkompetenz. Der Deutschkurs sei für sie die Eintrittskarte zur Integration - allerdings sei der Bedarf viel höher als das Angebot. Dies wurde auch von den Leitern der Kurse bestätigt - und sie setzten der von Norbert Cyrus geäußerten Symphatie für eine Welt ohne Grenzen entgegen, dass z.B. Fragen der inneren Sicherheit nicht bagatellisiert werden dürften. Sicherlich seien genügend Deutschkurse ein wichtiger Baustein, aber sie allein seien nicht ausreichend - es Bedarf zwingend eines umfassenden und in sich schlüssigen Integrationskonzeptes. Der Handlungsbedarf ist groß und die Politik darf sich dem nicht weiter verweigern.

30-Mai-GlaeserDie Leiterin der Akademie, Brigitte Gläser, eröffnete den Abend und die Diskussion leitete dann später Harald Büsing, Leiter der Kooperationsstelle Hochschule Gewerkschaften an der Carl von Ossietzky Universität Oldenburg.

Bernd Landwehr

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