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Studienfahrt nach Goslar

„Nach Gottes Wort gebaute Stadt“ war das kirchenpädagogische Erkundungswochenende nach Goslar am 28./29. April 2012 überschrieben. 25 Personen durften erleben, welch bunter Blumenstrauß an Informationen und Eindrücken die mittelalterliche Stadt Goslar bereithielt.

28-April Thomas Moritz

Thomas Moritz, seit 25 Jahren in Goslar forschender Kirchenpädagoge und gebürtiger Goslaer stand unserer Gruppe während des gesamten Aufenthalts in Goslar zur Verfügung. Ihm gelang es, uns mit seinem nahezu unerschöpflichen Wissen in zielstrebiger Zugewandtheit zu den verschiedenen Erkundungsstationen entlang des Goslaer Kirchenkreuzes zu führen.

Nach dem Einführungsvortrag über Betrachtungen zum Goslaer Kirchenkreuz, machten wir uns auf Erkundungstour und gelangten zunächst zur Marktkirche mit ihren ungleichen Turmhelmen. Ob die Glasfenster mit Darstellungen des Lebens und Leidens der Ärzte St. Cosmas und Damian aus dem 13. jahrhundert oder die modernen Chorfenster von Prof. Schreiter, Thomas Moritz berichtete lebendig über die geschichtlichen Hintergründe der Marktkirche und ihrer Besonderheiten, die zugleich Ratskirche ist.

28-April Marktkirche Schreiterfenster

Umso inniger spürten wir Gottes Nähe in der St. Annenkapelle im ehemaligen Hospital der Stephanigemeinde aus dem 15. Jahrhundert. Die Wochenschlussandacht in der mit Kerzen beleuchteten Kapelle ließen uns zur Ruhe kommen. Vor dem Abendessen noch schnell ein Blick in die mittelalterliche Küche des ehemaligen Hospitals.

Nach der abendlichen Stärkung im Kirchenamt, hatten wir Gelegenheit, Bekanntschaft mit dem Huldigungssaal, der Marienkapelle und dem Rathaus zu machen.

Den krönenden Abschluss dieses Tages bildete der Aufstieg über die „Himmelsleiter“ in den Turm der Marktkirche. Auf halber Höhe hielten wir zum Tagesabschluss Andacht. Erfüllt von den vielen Informationen und Eindrücken fuhr uns der Kleinbus in unsere angenehme Herberge Hessenkopf zurück.

28-April Marktkirche Goslar

Am Sonntagmorgen trafen wir Thomas Moritz wieder zum Gang durch das Frankenberger Viertel. Wir hatten Gelegenheit, in der Kirche St. Peter und Paul Gottesdienst zu feiern. Die Kirche beeindruckt insbesondere durch romanische Wandmalereien und die reichen barocken Formen am Altarrektabel und der Kanzel.

Königspfalz und Kaiserhaus zu Goslar sollte unsere nächste Station sein. Abgesehen von dem imposanten Äußeren des Gebäudes, erblühten die Wandmalereien des großen Saals dank der lebendigen Schilderung von Thomas Moritz zu einem Film durch die deutsche Geschichte des 2. Kaiserreiches, geschickt kombiniert mit Bestandteilen aus der Märchen und Sagenwelt.

Das Mittagessen in der historischen Gaststätte „Butterhanne“ (ein Goslaer Original) war noch nicht das Ende. Es ging weiter zur ehemaligen Benediktinerinnen Klosterkirche von 1186 an einem der vier Haupttore der mittelalterlichen Stadtbefestigung gelegen. Neben den außen sichtbaren reichen steinernen Ornamenten, beeindrucken im Innenraum die Ausschmückung des Hauptchors mit der übergroßen Darstellung der Mutter Gottes und Szenen aus dem Alten Testament. An der Stiftergrabplatte lernen wir noch das „Seelenloch“ kennen, um dann in den im Rahmen eines Projekts angelegten Klostergarten zu gelangen. Thomas Moritz hatte seinerzeit an diesem Gartenprojekt mitgearbeitet und wies uns auf Besonderheiten wie Rasenbänke als Sitzgelegenheiten hin, die sich bei den angenehmen Temperaturen auch gut nutzen ließen. 

Kaffeeduft und selbstgebackene Kuchen lockten die Teilnehmer zum Abschluss in das von Ehrenamtlichen betriebene Kirchencafé. Die herzliche Atmosphäre bereitete den passenden Rahmen, um Thomas Moritz für seine zugewandte Begleitung und die umfangreichen Informationen zu danken.

Die Vorfreude auf eine Seminarfortsetzung „Goslar II“ im Jahr 2014 und der Reisesegen des Pfarrers der Kirche Neuwerk entließ uns in guter Stimmung auf den Heimweg.

Herzlichen Dank an Christine Krahl und Tessen von Kameke für die Idee zu diesem in jeder Hinsicht bereichernden Erkundungs-Wochenende und die angenehme Reisebegleitung.

Ute Puls 

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