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Der lange Weg zum Frieden

10-04-05 Reuven MoskovitzLambertikirche Oldenburg, Dienstag, 04. Mai 2010: Reuven Moskovitz wirbt für Verständigung zwischen Israelis und Palästinensern

 

Er zieht von Stadt zu Stadt, packt dort seine Mundharmonika aus und stimmt ein sehnsüchtig-schmerzliches Lied an. So auch in Oldenburg in der Lambertikirche, wo er vor etwa 85 Menschen sein Buch „Der lange Weg zum Frieden“ vorstellte. In dem Lied heißt es, dass der ein Held ist, der seinen Feind zum Freund macht. Dieser jüdischen Weisheit fühlt sich Moskovitz verpflichtet.

Während seiner vielen Reisen durch Deutschland rief und ruft der „Friedensabenteurer“ unermüdlich zu mehr deutschem Engagement für den Frieden im Nahen Osten auf. Seiner Überzeugung nach soll der Zionismus zwar die nationale Befreiungsideologie der Juden sein, nicht jedoch Ursache von Benachteiligung und Unterdrückung eines anderen Volkes. Seit der Entstehung des Staates Israel hat Reuven Moskovitz dessen politische Entwicklung kritisch verfolgt und immer auch aktiv zu beeinflussen versucht. Dabei hat er sich sowohl innerhalb als auch außerhalb der israelischen Friedenbewegung engagiert und so versucht, die Sache des Friedens im Nahen Osten voranzutreiben. Seine Bemühungen um den Frieden sind unter anderem Gegenstand seines Buches „Der lange Weg zu Frieden“.

Reuven Moskovitz wurde 1928 im Norden Rumäniens geboren. Trotz Verfolgung und Vertreibung überlebte er den Holocaust und wanderte 1947 nach Palästina aus. Dort studierte und unterrichtete er Geschichte und hebräische Literatur, verfasste mehrere Bücher und ist regelmäßiger Kommentator in Radio und Fernsehen. Das zwischen Tel Aviv und Jerusalem gelegene Dörfchen „Neve Shalom“ oder – wie es auf arabisch heißt – „Wahat as-salam“ hat er mitbegründet. Es ist nach wie vor der einzige Ort im Heiligen Land, wo Menschen aus beiden Völkern und drei Religionen bewusst, freiwillig und gleichberechtigt zusammenleben. Im Jahr 1974 verbrachte er ein Forschungsjahr in Berlin, um seine Promotion zum Thema „Deutsche und Juden zwischen der Macht des Geistes und der Ohnmacht der Gewalt“ zu schreiben.

„Der lange Weg zum Frieden“ ist der Weg eines Mannes, der erkannt hat, dass das Böse potentiell in jedem Menschen wohnt und nicht auf einzelne Völker beschränkt ist. Für die Überwindung des Bösen, für Toleranz und die Akzeptanz des anderen, die den Weg zum Frieden sowohl in den persönlichen als auch in den Beziehungen zwischen Staaten und Völkern überhaupt erst ermöglichen, setzt sich der charismatische Israeli seit Jahrzehnten ein.

Annabelle Knolle

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