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Von der Tanzimprovisation zum Tanztheater - Performance Projekt

Lass dich fallen. Freue dich auf Träume. Stell dir vor, du wärst verzaubert.

"Von der Tanzimprovisation zum Tanztheater" – so hieß das Performance Projekt, das die Tänzerin, Tanztheaterchoreographin und Diplom-Psychologin Ruth Knaup aus Potsdam an zwei Wochenenden mit 14 Frauen und Männern aus Oldenburg und Umgebung durchgeführt hat. Sie hätte es aber auch ganz anders nennen können. "Vom Stress zur Entspannung" zum Beispiel, oder "Vom Schaukeln im Mondlicht, rauf und runter und rauf und runter" oder aber auch "Von dir zu mir zu mir zu dir".

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Lade jemanden Gefährlichen zum Tee ein. Zeichne an die Wände. Pflanze unmögliche Gärten.

Zwei Wochenenden lang wurde intensiv gearbeitet, intensiv gelebt, intensiv erfahren. Die Teilnehmer und Teilnehmerinnen lernten verschiedene Improvisationstechniken des zeitgenössischen Tanzes kennen, die als Anregung dienten einen individuellen Ausdruck zu finden. Doch der Blick war nicht nur auf sich selbst und das persönliche Innere gerichtet, sondern vor allem auch auf die Begegnung mit anderen. Manchmal waren es nur Blicke, die sich im Vorübergehen trafen. Ein langes Gespräch in der Gruppe, oder zu zweit in einer Ecke sitzend. Ein stilles Wahrnehmen der Energie im Raum. Die Begegnung wurde vertieft und ausgeweitet durch Kontaktimprovisationen, so dass ein Zusammenspiel von körperlichen Impulsen entstand, mal sanft fließend, mal kraftvoll dynamisch.

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Lerne Schlangen beobachten. Verweigere, "verantwortlich zu sein". Werde ein Freund von Freiheit und Unsicherheit.

Am Ende der zwei Wochenenden stand eine letzte nervenaufreibende Begegnung: Die mit einem größtenteils fremden Publikum bestehend aus etwa 70 Menschen. In der Werkstattaufführung wurden verschiedene Ergebnisse des Projektes vorgestellt und als zusammenhängendes Tanztheaterstück präsentiert. Das Stück bestand nur zu kleinen Teilen aus vorher einstudierten Choreografien, der größte Teil wurde in einem festgelegten Rahmen frei improvisiert und bot so nicht nur für die Zuschauer, sondern auch für die Tänzer ein neues Bild voller Überraschungen. Zum Abschluss der Präsentation lagen die Tänzerinnen und Tänzer nebeneinander auf der Bühne und riefen einzelne Sätze eines Gedichtes in den Raum, das den Tanzprozess begleitet hatte:

Spiele mit allem. Schaukle so hoch du kannst. Schreibe Liebesbriefe.

Scheitere und werde glücklich.

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Annabelle Knolle

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