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Exkursion zum Jade-Weser-Port am 19. März 2009

Ganz schön eng - so stellten sich wohl die meisten Teilnehmer aus Oldenburg und Sande ihr Reiseziel vor: Die "Infobox" des Jade-Weser-Port in Wilhelmshaven. Die Bezeichnung "Box" erwies sich aber als irreführend, handelte es sich doch nicht um einen handelsüblichen Container mit den Maßen 6,1x2,4x2,9 Metern, sondern um ein Gebäude, in dessen Vortragsraum alle bequem Platz nehmen konnten.

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Die Teilnehmer der Exkursion vorm Eingang zur "Infobox"

 

Axel Kluth, Geschäftsführer der JadeWeserPort Realisierungsgesellschaft, erläuterte die Wesenszüge der Globalisierung am Beispiel des Jade-Weser-Port. Für das in letzter Zeit oft durch hohe Arbeitslosenquoten aufgefallene Wilhelmshaven und die umliegende Region sei der wirtschaftliche Sog des Jade-Weser-Port eine große Chance. Der Warentransport auf dem Schiff sei vergleichsweise kostengünstig und umweltschonend, zudem sei die Bedeutung für das Umland durch den neuen Hafen nicht zu unterschätzen.
Auf dem Weg zur Aussichtsplattform auf dem Dach des Gebäudes befand sich im ersten Stock eine Ausstellung zur Globalisierung. Von einer fiktiven Einwohnerin der 18-Millionen-Stadt Shanghai begrüßt, begegnete man immer wieder Menschen und landestypischen Symbolen aus allen Ecken des Globus. Die gigantischen Zusammenhänge, die sich aus der Vernetzung all dieser Menschen weltweit ergeben, wurden an verschiedenen Land- und Seekarten verdeutlicht - und bevor sich auf der Dachterrasse die Weite des Geländes des zukünftigen Hafens eröffnen sollte, wurde es schon wieder ganz schön eng: Am Schiffsimulator, den viele Exkursionsteilnehmer zu einer eigenen Spritztour mit einem Schiff zum Beispiel im Hafen von Shanghai nutzten.

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Stets gut besucht: Mit dem Schiffsimulator als Kapitäne auf Tour

 

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Der Blick von der Dachterasse

 

Hatte man das Dach dann erreicht, konnte man eine beeindruckende Aussicht über ein sehr weitläufiges Gelände genießen. Die Ausmaße des Areals, das ständige Geräusch von Spundwänden, die in den Boden gerammt wurden und die kleineren Containerschiffe am Horizont ließen bereits die herannahenden Ozeanriesen erahnen.
Zurück in Sande gab es neben der wärmenden Suppe auch geistige Nahrung: In einer von Pfarrer Pöppelmeier moderierten Podiumsdiskussion stellten sich neben Herrn Kluth der Leiter der evangelischen Akademie Herr Adomeit, der Theologe Herr Ostendorp und der hafenpolitische Sprecher der SPD-Landtagsfraktion Herr Lies den verschiedenen Fragestellungen, die sich im Verlauf der Veranstaltung auch ganz konkret ergeben:
So ging es um sich wohl deutlich vergrößernde Schließzeiten der Bahnübergänge in Folge des größeren Transportvolumens, um Folgen des wirtschaftlichen Wachstums der Industrienationen auch für ärmere Länder dieser Welt, um die Frage, ob ein ständiges Wachstum möglich und wünschenswert ist, ob ein darauf ausgelegtes System des Kapitalismus überhaupt noch tragfähig ist. Die Antworten auf diese Fragen zeigten, wie viele Ansätze es gibt, wie Globalisierung zu gestalten ist. Denn, und darin waren sich tatsächlich alle einig, aufzuhalten ist sie nicht.

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Die Teilnehmer der Podiumsdiskussion (v.l.n.r.): Herr Kluth, Herr Pöppelmeier, Herr Ostendorp, Herr Adomeit und Herr Lies

 

Bernard Dröge

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