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„Nehmen Sie sich Zeit – es lohnt sich"

Eröffnung der Ausstellung „Exodus" von Chagall im Schlosssaal

8_Mai_2016 Chagall Ausstellungseröffnung 1

Schon die Eröffnungsveranstaltung zeigte, wie sehr mit der Ausstellung des Zyklus' „Exodus" von Marc Chagall ein Nerv getroffen wird: Im trotz besten Wetters nahezu voll besetzten Schlosssaal stellten Rainer Stamm, Direktor des Landesmuseums für Kunst und Kulturgeschichte Oldenburg, Olaf Grobleben, Beauftragter für Ethik und Weltanschauungsfragen der Ev.-Luth. Kirche in Oldenburg, und die Leihgeberin Christa Kraemer am Sonntag, 8. Mai, den Zyklus und seine Geschichte vor. Einen beeindruckenden musikalischen Rahmen schuf Daniel Kempin, Kantor des Egalitären Minjan in der Jüdischen Gemeinde Frankfurt/Main.

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Das Dachgeschoss im Schloss entwickle sich nicht erst seit der Ausstellung der World Press Award-Fotos im Februar und März immer mehr zu einer Präsentationsfläche für Ausstellungen mit aktuellen Bezügen, stellte Rainer Stamm erfreut fest. Denn auch wenn der Exodus-Zyklus bereits in den 1960er Jahren vollendet wurde, hat seine Aussage – der Auszug von Menschen aus ihrer Heimat in der Hoffnung auf ein besseres Leben – gerade heute nichts von seiner Aktualität verloren. „Angesichts der aktuellen Migrationsbewegung liegt es nahe, nach der Botschaft der Bilder zu suchen", betonte denn auch Olaf Grobleben. Der Auszug von Marc Chagall als 20-jähriger junger Mann werde zwar nicht als Exodus bezeichnet, sei aber eigentlich ja auch einer gewesen, befand Christa Kraemer. Er habe die Erinnerungen an seine Familie im Gepäck gehabt und Visionen und Traumziele, die er mit viel Fließ umgesetzt habe. Sie bat das Publikum, die Bilder nicht flüchtig anzusehen, sondern sich tatsächlich Zeit für die Betrachtung zu nehmen. „Jede Einzelheit hier gehört genauso, wie sie dargestellt ist, zu dem Bild", machte sie deutlich, wie intensiv Chagall seine Bilder komponiert habe. „Befassen Sie sich mit Chagalls Bildern – es lohnt sich", appellierte sie.

Die Ausstellung mit den 24 Farblithografien und Blättern aus dem 19. Und 20. Jahrhundert zu alttestamentlichen Themen aus dem Bestand des Museums ist bis zum 19. Juni im Landesmuseum für Kunst und Kulturgeschichte Oldenburg im Schloss zu sehen. Das Begleitprogramm entnehmen Sie bitte dem Flyer.

Fotos: © Anke Brockmeyer

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